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>TPU-Verarbeitung

Radtasche aus TPU-beschichtetem Nylon

Mit TPU (Thermoplatisches Polyurethan) beschichtete Gewebe lassen sich relativ einfach durch Hitze und Druck verschweißen. Die Verbindung ist im Idealfall luft- und wasserdicht und extrem belastungsfähig. Die beste Verbindung erhält man durch Hochfrequenzverschweißen, da dabei die Wärme durch Reibung genau auf der Beschichtungsoberseite erzeugt wird. Da dies nur mit einer speziellen Maschine möglich ist, fällt diese Technik für den Hausgebrauch aus. Eine Alternative ist z.B. das Verschweißen mit dem Bügeleisen. Hier ein paar Hinweise zur Verarbeitung:

Der Block in der Breite der Naht dient als Unterlage beim Bügeln
Der Block in der Breite der Naht dient als Unterlage beim Bügeln.
Die beiden Stoffe liegen mit der Beschichtungsseite aufeinander. Kreppapier hilft beim Fixieren.
Die beiden Stoffe liegen mit der Beschichtungsseite aufeinander. Kreppapier hilft beim Fixieren.
Die Verbindung wird für ca. 10-15sec gebügelt ...
Die Verbindung wird für ca. 10-15sec gebügelt ...
... und danach während dem Abkühlen zusammengepreßt
... und danach während dem Abkühlen zusammengepreßt.
An kniffligen Stellen hilft das Papier-Kreppband, über das problemlos drübergebügelt werden kann.
An kniffligen Stellen hilft das Papier-Kreppband, über das problemlos drübergebügelt werden kann.
  • Geeignet ist eigentlich jedes einigermaßen handliche Bügeleisen. Da der Druck hauptsächlich nach dem Bügeln angewendet wird, muß es nicht besonders stabil sein. Je kleiner, umso einfacher ist das Handling. Eine Teflonbeschichtung verhindert, das evtl. angeschmolzenes TPU an der Bügelfläche festklebt.
  • Durch Unterlegen von Backpapier kann das Ankleben der Beschichtung an Bügeleisen und Untergrund verhindert werden.
  • Zum Vorfixieren der "Nähte" eignet sich Packband aus Papier. Über das Packband kann i.d.R. einfach drübergebügelt werden. Bitte aber vorab testen!!!
  • Bügeleinstellung 2-3, Bügeln für ca. 10-15 sec. mit Druck.
  • Die Verbindung sollte unter Druck abkühlen. Zum Aufdrücken ist wegen der zusätzlich kühlenden Wirkung ein Block aus Metall geeignet. Oder aber eine kräftige Andruck-Rolle.
  • Der Stoff sollte nur an der Verbindungsstelle gebügelt werden. Dafür kann z.B. ein Holzbalken in der Breite der Naht unterlegt werden.
  • Nahtbreite ca. 1-2 cm
  • Material klebt nur, wenn Beschichtung auf Beschichtung liegt.
  • Wenn die Beschichtung nach dem Bügeln nicht mehr optimal auf dem Stoff hält (beim Reißtest der Naht löst sich nicht die Naht, sondern die Beschichtung vom Stoff) wurde entweder zu lange und/oder heiß gebügelt oder die Verbindung ist nicht unter Druck abgekühlt.
  • Blasen in der Nahtverbindung entstehen, wenn zu lange gebügelt wurde oder wenn der Druck beim abkühlen zu gering war.

Natürlich sind dies eher allgemein gehaltene Hinweise, die durch eigenes Ausprobieren optimiert werden können. Vor dem Start des tatsächlichen "Bügelprojekts" empfehle ich ausgiebig zu testen, welche Temperatur, welche Bügeldauer und welcher Druck zum besten Ergebnis führt. Und solltest Du dabei noch weitere Erkenntnisse haben, freue ich mich über jeden Hinweis oder Tipp.