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Atmungsaktiv
Eigenschaft eines wasserdichten Stoffes, durch Druckgefälle Wasserdampf passieren zu lassen. Es gibt zwei Funktionsprinzipien:
1. Die Feuchtigkeit kann durch kleine Poren entweichen, die groß genug sind, damit Wasserdampf durchdringen kann, die aber zu klein für Wassertropfen sind, so dass Wassertropfen draußen bleiben (mikroporöse Materialien).
2. Die Wasserdampfmoleküle werden auf elektrochemischem Weg nach außen transportiert. Die Moleküle werden aufgenommen und hangeln sich durch das wasserdichte Material. (kompakte Materialien, nicht zu verwechslen mit Kompaktbeschichtung!) Herstellung:
1. Membran: eine wasserdichte Membran wird zuerst separat hergestellt und anschließend auf ein Trägergewebe (meist Polyamid/PA oder Polyester/PES) laminiert oder zwischen Oberstoff und Futter „gehängt“ (Z-Liner) 2. Beschichtung, meist aus Polyurethan: wird direkt auf das Trägergewebe aufgebracht.
Voraussetzungen:
1. Damit Wasserdampf passieren kann, bedarf es eines Druck- bzw. Temperaturgefälles (ca. 15°) zwischen Innen- und Außenseite. Nur so kann Wasserdampf entweichen. Atmungsaktive Bekleidung funktioniert daher im Winter besser, in den Tropen so gut wie gar nicht. 2. Der Oberstoff sollte gut wasserabweisend sein. Wenn er sich im Regen mit Wasser vollsaugt, kann kein Wasserdampf mehr passieren. Bei Bedarf kann der Stoff nachimprägniert werden, oder die wasserabweisende Ausrüstung kann durch Aufbügeln oder im Trockner reaktiviert werden.
3. Atmungsaktive Materialien stoßen schnell an ihre Grenzen, was den Transport von Feuchtigkeit betrifft. Daher sollte aa Bekleidung mit Lüftungsöffnungen versehen werden (Unterarmreißverschlüsse o.ä.)
Pflege:
Beim Waschen sollte auf Weichspüler verzichtet werden. Es gibt spezielle Waschmittel für aa Gewebe. Nicht schleudern! Dadurch kann sich die Nahtversiegelung lösen.